„Das Unrechtsregime der DDR ist noch immer nicht ausreichend erforscht“ – Arnold Vaatz (MdB) zu Gast beim Bürogespräch von Lars Rohwer
Am 19. Juli begrüßte Lars Rohwer in seinem Bürgerbüro im Dresdner Westen den Bundestagsabgeordneten und stellvertretenden Vorsitzenden der CDU/CSU Bundestagsfraktion, Arnold Vaatz. Nachdem Siegfried Reiprich (Geschäftsführer der Stiftung Sächsische Gedenkstätten) im April die Ausstellung „Die Mauer. Eine Grenze durch Deutschland“ eröffnet hatte, war Arnold Vaatz ein weiterer Referent, der sich mit der Chronologie der Abriegelung der DDR durch das SED-Regime gegenüber der westlichen Welt auseinandersetzte. Vor gut 25 Zuhören legte der DDR-Bürgerrechtler seine ganz persönliche Meinung zum Bau der Berliner Mauer dar. Dabei sparte er nicht mit Kritik am heutigen Umgang mit der DDR und mahnte an: „Es darf zu keiner Verklärung der DDR in unserer Gesellschaft kommen!“ Damit dies nicht geschehe, forderte er insbesondere weitere Forschungen auf dem Gebiet der DDR Gesichte, welche insbesondere Aufgabe des Hannah-Arendt-Institutes sei. Gleichfalls verlangte Vaatz, die neueste Geschichte intensiver der heutigen „gesamtdeutschen Generation“ mitzuteilen. Vaatz hierzu: „Wenn unsere Kinder in 20 Jahren nichts mehr über dieses menschenverachtende System der DDR wissen, dann sind nicht sie daran schuld, sondern wir!“ Im Anschluss fand eine rege Diskussion mit allen Gästen statt.
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