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Dresden ist Stadt der Friedlichen Revolution und der Deutschen Einheit |
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Leserbrief zum Artikel „Wer ist hier das Volk?" FAZ-Ausgabe vom 15.11.2010
Dresden ist Stadt der Friedlichen Revolution und der Deutschen Einheit
Dresden ist Stadt der Friedlichen Revolution und der Deutschen Einheit. Daran muss erinnert werden. Dazu gehört auch der 19. Dezember 1989. Eine Denkmalstätte soll die Verdienste Helmut Kohls würdigen und vor allem den vielen Tausend Menschen Respekt zollen, die sich mutig dem Unrechtsregime der DDR in den Weg gestellt haben. Die Dresdnerinnen und Dresdner zeigten an diesem Tag der Weltöffentlichkeit ihren unbedingten Willen zur Deutschen Einheit. Während der Rede Kohls vor den Trümmern der Dresdner Frauenkirche schwenkten unzählige Menschen weiß-grüne und schwarz-rot-goldene Fahnen. Der Ruf „Wir sind EIN Volk" ging an diesem Tag in die ganze Welt.
Für die Bürgerinnen und Bürger Dresdens ist Erinnerungskultur als Form erlebter Geschichte wesentlich. Verschiedene Ereignisse unserer Stadtgeschichte sind „weiße Flecken" im Geschichtsbewusstsein. Wir sollten sie wieder im kollektiven Gedächtnis verankern. Die Situation in Dresden war schon immer eine einzigartige und lassen uns von einem „Dresdner Weg" sprechen.
Dresden braucht eine nachhaltige Gestaltung seiner Erinnerungskultur. Mit Gedenkveranstaltungen, Symposien, Tagungen und Konferenzen ist es allein nicht getan. Eine Denkmalstätte wird nicht nur erinnern, sondern auch den nachfolgenden Generationen den Weg der Friedlichen Revolution hin zur Deutschen Einheit näher bringen. Wie wichtig und notwendig das ist, zeigt die aufgeregte Reaktionen der Grünen, die beim 19.12.1989 von Medienshow und Inszenierung sprechen. Bis heute kommen die Grünen mit der Deutschen Einheit von 1990 nicht zurecht. Diese Partei ist für mich heute genauso weltfremd und bürgerfern wie vor zwanzig Jahren bei der Frage der deutschen Einheit. Helmut Kohl hat vor kurzem zu Recht festgestellt: „SPD und Grüne haben vor zwanzig Jahren in historischer Stunde kläglich versagt."
Die Ereignisse von 1989 und 1990 in Dresden haben historische Bedeutung: Nach Jahren Mauer und Stacheldraht führte der Mut hunderttausender Menschen zur friedlichen Revolution und Wiedervereinigung Deutschlands. Damals wie heute gilt: Demokratie muss immer wieder neu erarbeitet werden. Erinnerung muss lebendig bleiben und Gedenken muss anrühren und bewegen. Es muss ein Gesicht des Gedenkens entwickelt werden, die die Authentizität des Zeitzeugen und dessen Ereignis zurückholt. Mit der Darstellung und Erlebbarmachung der historischen Rede Helmut Kohls vom 19. Dezember 1989 wird Dresden seiner Geschichte gerecht. Es erinnert: auch nach der Öffnung der Mauer am 9. November 1989 wollte der alte SED-Apparat seine Macht weiter halten. Doch die Menschen kamen aus dem Westen in ihre Heimat zurück und kämpften entschlossen für die Freiheit und die Einheit unseres Vaterlandes. Wer heute durch unser schönes Dresden geht, kann dabei nur Dankbarkeit für die Menschen empfinden, die durch mutiges Auftreten und kluges politisches Handeln diesen Glücksfall der deutschen Geschichte ermöglicht haben.
Lars Rohwer, Kreisvorsitzender der CDU Dresden und Abgeordneter des Sächsischen Landtages |
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