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Ausstellungseröffnung zur Sophienkirche |
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Die Glocken der Sophienkirche läuten im Bürgerbüro von Lars Rohwer
In Zusammenarbeit mit der Gesellschaft zur Förderung einer Gedenkstätte für die Sophienkirche e.V. wurde gestern eine kleine Ausstellung zur Sophienkirche im Bürgerbüro von Lars Rohwer eröffnet. Dr. Peter Schumann, Vorstandsmitglied der Gesellschaft, vertrat die leider kurzfristig verhinderte Referentin Helga Schubert. Trotz der personellen Veränderungen referierte Dr. Schumann wie angekündigt zu den Glocken der Sophienkirche und ließ diese dank der Technik im Bürgerbüro von Lars Rohwer erklingen.
Drei der vier Glocken der Sophienkirche wurden während des zweiten Weltkrieges als „Reichsmetallspende“ zum einschmelzen nach Hamburg gebracht und lagerten auf dem dortigen Glockensammelplatz, auch zynisch „Glockenfriedhof“ genannt, zwischen. Glücklicherweise wurden zwei der Glocken als sehr alt erkannt und nicht eingeschmolzen. Nach Kriegsende konnten diese per Schiff zurück nach Dresden gebracht werden. Heute ist die kleinste Glocke aus dem Jahr 1480 im Gemeindehaus in Dresden Mickten beheimatet, eine der beiden mittleren sowie die große Glocke, beide aus dem Jahr 1677, sind in der Emmauskirche in Dresden-Kaditz untergebracht. „Die Glocken haben eine schöne Heimat gefunden“, so Dr. Schumann. Mit der Fertigstellung der Gedenkstätte Busmannkapelle besteht die Möglichkeit zumindest die kleine Glocke dort unterzubringen, unklar ist bisher allerdings die Finanzierung ihres Umzugs.
Im Rahmen der Ausstellung wird auch die Gedenkstätte Busmannkapelle vorgestellt. Sie soll laut Dr. Schumann eine Stätte des Nachdenkens und des Versehrten sein, ein Ort der Erkenntnis und der Erinnerung. Lars Rohwer, der selbst Unterstützer der Gesellschaft zur Förderung einer Gedenkstätte für die Sophienkirche e.V. ist, sagte hierzu „Die Sophienkirche liegt mir am Herzen. Sie ist die einzige Kirche in Dresden, die das Unrecht beider deutscher Diktaturen zu spüren bekommen hat. Mit der Gedenkstätte Busmannkapelle schaffen wir einen würdigen Ort der Erinnerung an die Sophienkirche selbst und an das Unrecht und die Opfer beider Diktaturen."
Bis zum 2. November ist die Ausstellung zur Sophienkirche jeden Dienstag von 14:00 bis 17:00 Uhr im Bürgerbüro zu besichtigen. Weitere Termine können individuell vereinbart werden.
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