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Ungewohnte Klänge im Bürgerbüro |
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Ungewohnte Klänge im Bürgerbüro von Lars Rohwer – Ausstellung zur Sophienkirche beendet
Zum Abschluss der Ausstellung über die Sophienkirche im Bürgerbüro von Lars Rohwer, welche hier einen Monat lang zu sehen war, verlieh der Referent Dr. Reiner Irmisch der Veranstaltung einen glanzvollen Höhepunkt. Im Blickpunkt seines Vortrages standen die Organisten und Musiker, welche an der Sophienkirche wirkten. In seiner liebevollen und mit Tonbeispielen unterlegten Präsentation ging er bis auf die Stadtpfeifer zurück, die das musikalische Leben in der Sophienkirche begründeten. Er verwies ferner auf die drei (nachweisbaren) Orgeln, die sich im Gotteshaus im Laufe der Zeit befanden und betonte in diesem Zusammenhang, dass Silbermann seine erste Orgel in Dresden in der Sophienkirche unterbrachte. Bei einer Liveaufnahme von 1941/1942 in der ein Bach-Stück an der Orgel der Sophienkirche zu hören war, konnten sich die Besucher ein umfassendes Klangbild über die Schönheit der "Königin der Instrumente" verschaffen.
Des Weiteren rückte Dr. Irmisch die bekanntesten Musiker in den Mittelpunkt, welche in der Sophienkirche wirkten. So ist an dieser Stelle Heinrich Schütz, Christian Petzold und Johann Sebastian Bach zu nennen, welcher des Öfteren Konzerte auf der Silbermann Orgel gab. Weitaus mehr Bedeutung für die Sophienkirche hatte allerdings das Wirken seines Sohnes Wilhelm Friedmann Bach, der eine Anstellung als Organist am Dresdner Gotteshaus wahrnahm. Weitere bekannte Namen sind u.a. Gottfried Homilius, Friedrich Georg Kirsten und Hans Hintze.
Die letzte bekannte kirchliche Musik fand am 10. Februar 1945 statt. Es war eine Vesper des Dresdner Kreuzchores unter der Leitung von Rudolf Mauersberger. Trotz dessen, dass die Musik in der Sophienkirche mit dem 13. Februar 1945 verstummte ist die Gesellschaft zur Förderung einer Gedenkstätte für die Sophienkirche e.V. bester Hoffnung, bald in der neuerrichteten Busmannkapelle zumindest an einen Teil der musikalischen Vergangenheit wieder anknüpfen zu können. |
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