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Zu Besuch bei der Rettungswache der Malteser |
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Rettungswache der Landeshautstadt Dresden, Betrieb durch den Malteser Hilfsdienst
16. August 2011, 16:30 Uhr
Bereits vor zwei Jahren besuchte Lars Rohwer die Rettungsstelle auf der Grumbacher Straße 28 im Dresdner Westen, damals wurde sie noch durch den Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) betrieben.
Der heutige Besuch knüpfte an die damaligen Sorgen des Wachleiters Heiko Scholz zu den Auswirkungen des sächsischen „Blaulicht-Gesetztes“ auf die Arbeit der Rettungs- und Katastrophenschutzdienste an. Mit der Ausschreibung durch die Landeshauptstadt Dresden, erhielt der Malteser Hilfsdienst den Zuschlag für die Rettungswache auf der Grumbacher Straße. Als Ansprechpartner der Malteser war René Fleischer zugegen.
Als Grund seines Besuches führte Lars Rohwer an, dass er sich ein persönliches Bild von den Auswirkungen das „Blaulicht-Gesetz“ auf die Mitarbeiter der Rettungsdienste machen wollte. Die Abgeordneten des Sächsischen Landtages haben mit dem Haushaltsbegleitgesetz 2011/12 eine Überprüfung der jetzigen Regelung beschlossen. „Gesetze sind nicht für die Ewigkeit, wir müssen uns natürlich immer wieder fragen, ob die beschlossenen Regelungen noch lebensnah sind und wie diese in der Praxis funktionieren“, so Rohwer. Die Meinung der Rettungsassistenten ist ihm diesbezüglich wichtig, um persönlich zu einer wohlüberlegten Entscheidung zu kommen.
Seit dem letzten Besuch hat sich, bis auf die strahlend weißen Hemden und den Aufdruck der Malteser, auf den ersten Blick nicht viel verändert, auch das Personal ist weitestgehend dasselbe. Doch seither hat sich mehr getan, als man auf den ersten Blick erkennen kann. Herr Scholz beschreibt das Jahr 2010 als arbeitsreiches Jahr, insbesondere der Betriebsübergang stellte alle vor eine große Herausforderung. „Wir mussten zwei Systeme zusammenbringen, die eigentlich gar nicht zusammenpassen. Zwangsläufig führte das dazu, dass die Mitarbeiter während der Betriebsumstellung auf der Strecke geblieben sind.“
Mit Blick auf die Befürchtungen Herrn Scholz im Jahr 2009 sieht er sich teilweise bestätigt: „Wenn es so weiter geht, wird es auf kurz oder lang keinen qualifizierten Rettungsdienst mehr geben.“ Seiner Ansicht nach sind viele der etablierten Rettungsdienststrukturen in Dresden kaputt gegangen. Auch insbesondere mit Blick auf den Nachwuchs sieht er seine Befürchtungen bestätigt. „Wie soll eine Hilfsorganisation auf Dauer erfolgreich das Ehrenamt fördern, wenn sie nicht weiß, ob sie in fünf Jahren noch in der Region tätig ist."
Auch die mit dem Gesetz einhergegangene Befristung der öffentlich-rechtlichen Verträge und deren Auswirkungen auf die Arbeitsverträge der Einsatzkräfte kamen zur Sprache. Die damit verbundene Unsicherheit im Rettungsdienst sehen viele als zusätzliche Belastung, neben den oft körperlich und psychisch anstrengenden täglichen Einsätzen.
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