Was ist eigentlich Föderalismus und warum brauchen wir diesen in Deutschland?

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Was ist eigentlich Föderalismus und warum brauchen wir diesen in Deutschland?

Der Begriff Föderalismus stammt aus dem Lateinischen und meint soviel wie Bündnis. Folglich spricht man dann vom Föderalismus, wenn sich auf der horizontalen und/oder auf der vertikalen Ebene mehrere Staaten oder Teilstaaten zu einem Bündnis zusammenschließen. Solche Bündnisse sind immer wieder nötig, weil Staaten nicht allein für sich bestehen, sondern vielfach mit anderen Staaten vernetzt sind. Schließen sich verschiedene Staaten zu einem Bündnis oberhalb der staatlichen Ebene zusammen, spricht man vom assoziativen (verbindenden, vernetzten) Föderalismus. Das wohl bekannteste Beispiel ist die EU. Es kann aber auch sein, dass sich ein bestehender Staat in kleinere Staaten untergliedert. In diesem Fall spricht man vom dissoziativen (trennenden) Föderalismus, der unter anderem mit der Devolution von Groß Britannien umgesetzt wurde. Die Bundesrepublik Deutschland gehört dem assoziativen Föderalismus an. Hier haben sich die verschiedenen Gliedstaaten, d.h. unsere 16 Bundesländer, zu einem Gesamtstaat vereinigt. Das Grundgesetz regelt dann, wie sich die Kompetenzen zwischen Bund und Ländern verteilen. Liegen die Kompetenzen beim Bund, spricht man vom Bundesrecht, können die Länder eigenständig entscheiden, vom Landesrecht.