Wozu braucht eine Gesellschaft bürgerschaftliches Engagement?
Eine Solidargemeinschaft definiert sich nicht allein über die staatlichen Sozialsysteme, sondern durch gelebtes Zusammenhalten in Form gemeinsamen bürgerschaftlichen Engagements.
Eine ehrenamtliche Tätigkeit vermittelt wichtige Befähigungen, um Freiheit, Demokratie und soziale Verantwortung zu gestalten. Junge und alte Menschen, gesunde und behinderte gilt es daher für ehrenamtliche Verantwortung zu gewinnen und sie dabei zu unterstützen.
Ehrenamt und bürgerschaftliches Engagement sind ein Dienst für unsere Mitmenschen. Wer ehrenamtlich aktiv ist, bringt seine Stärken ein, um die Schwächen anderer auszugleichen. "Einer trage des anderen Last..." So bleibt unsere Gesellschaft stark.
Initiativen und Vereine machen Städte und Gemeinden lebendig. Oft legen Sie selber Hand an. Ein weithin sichtbares Symbol dafür, entstand mit der Frauenkirche in Dresden. Während des August-Hochwassers 2002 gab es wiederum ganz andere engagierte Formen bürgerschaftlichen Engagements. Man könnte die Liste endlos fortsetzen.
Neben der finanziellen ist auch die ideelle Anerkennung des Ehrenamts wichtig. Nicht hoch genug einzuschätzen ist der Beitrag der sächsischen Medien, die ehrenamtlich engagierte Menschen vorstellen und so Werbung für bürgerschaftliches Engagement machen.
Das Ehrenamt macht unsere Gesellschaft lebenswerter. Es beruht darauf, dass Menschen sich ihrer Stärken und ihrer Verantwortung bewusst werden - also darauf, dass sie die Lasten anderer tragen, oder besser: mittragen. Mitmenschlichkeit ist die Kraft, die hinter dem Ehrenamt steht. Mitmenschlichkeit lässt sich jedoch nicht staatlich verordnen. Der Staat kann nur Rahmenbedingungen für bürgerschaftliches Engagement schaffen. Er muss Ehrenamtliche unterstützen und dazu beitragen, dass ein gesellschaftliches Klima entsteht, welches die Menschen zur Übernahme von Verantwortung bewegt. Die CDU ist deshalb immer dann aktiv, wenn es gilt, die nötigen Impulse für bürgerschaftliches Engagement zu setzen. Analog der zentralen Prinzipien der christlichen Soziallehre: Gemeinwohl, Solidarität und Subsidiarität, nimmt die Förderung des bürgerschaftlichen Engagements durch die CDU eine zentrale Stellung in ihrer Parteiprogrammatik ein.
Was bleibt, ist die Erkenntnis, dass unsere Gesellschaft erst dann eine menschliche Gesellschaft ist, wenn wir uns gegenseitig helfen.
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