Was ist eigentlich der Bundestag?

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Was ist eigentlich der Bundestag?

 

Der Bundestag ist die parlamentarische Vertretung des deutschen Volkes. Er wird als einziges Verfassungsorgan direkt vom Volk gewählt und hat damit gegenüber den anderen Verfassungsorganen eine herausragende politische Legitimation. Der Bundestag ist geprägt durch einen Gegensatz von regierungstragender Mehrheit auf der einen und Opposition auf der anderen Seite. Die regierende Mehrheit stellt die Mitglieder der Regierung bereit und bildet die parlamentarische Basis der Regierung.

 

Der Bundestag nimmt verschiedene Aufgaben wahr. Dazu gehören die Regierungsbildung, die Kontrolle, die Gesetzgebung, die Repräsentation und Legitimation.

 

Seit 2005 setzt sich der Bundestag aus 614 Abgeordneten zusammen. Regulär sind es 598 Abgeordnete. 16 weitere Mitglieder haben den Einzug in den Bundestag mit Hilfe von Überhangmandaten geschafft. Hat eine Partei innerhalb eines Bundeslandes mehr Direktmandate als ihr nach Zweitstimmen zukommen, entstehen sogenannte Überhangmandate. Durch sie erhöht sich also die Anzahl der Bundestagsabgeordneten. Der sächsische Landtag setzt sich aus 6 Fraktionen zusammen. Die stärkste Fraktion bildet die CDU, darauf folgen mit einigem Abstand Die Linke, die SPD, die NPD, die FDP und Bündnis 90/ Die Grünen. Die reguläre Größe des sächsischen Landtages beträgt 120 Abgeordnete. Durch vier Überhangmandate sind es insgesamt 124.

 

Die Abgeordneten werden sowohl auf Bundes- als auch auf Landesebene in allgemeiner, freier, unmittelbarer, gleicher und geheimer Wahl alle 4 Jahre gewählt. Sitze gewinnen nur die Parteien, die mindestens 5% oder drei Direktmandate erreicht haben. Die deutschen Parlamente bezeichnet man auch als Arbeitsparlamente, wobei die parlamentarische Arbeit vor allem in Ständigen Ausschüssen und Fraktionen durchgeführt wird.