Dresdner Union soll "Ideenschmiede" werden!

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Montag, 09. November 2009 um 07:00 Uhr

lars rohwerDresdner Union soll "Ideenschmiede" werden!

Interview in der Sächsischen Zeitung

9. November 2009

Am 7. November 2009 wurde Lars Rohwer MdL auf dem 37. Kreisparteitag der CDU Dresden als Vorsitzender mit 67% der Stimmen im Amt bestätigt. Jetzt bereitet er seine Partei auf eine intensive Phase der inhaltlichen Auseinandersetzung vor.

Herr Rohwer, sie haben ohne Gegenkandidaten nur zwei Drittel der Stimmen für ihre Wiederwahl als Parteichef erhalten. Da kann man nicht von einem Erfolg sprechen?

Nun ja, ich habe mich bei diesem Ergebnis kurz geschüttelt und es als Motivation verstanden. Die Parteibasis will mehr inhaltlich diskutieren. Dafür werde ich arbeiten und aus der Partei eine Ideenschmiede machen.

Das heißt: Innerparteiliche Demokratie gab es bisher nicht?

Oh doch, aber wir haben seit 2006 in der Partei zu wenig inhaltliche Debatten geführt. Unsere ganze Kraft konzentrierte sich auf den Wahlkampfmarathon angefangen bei der Oberbürgermeisterwahl bis zur Bundestagswahl.

Mit 31 Prozent zur Stadtratswahl können sie nicht zufrieden sein, oder?

Wir sind von 1999 zu 2004 von 42 auf 28 Prozent abgestürzt. Jetzt haben wir uns auf 31 Prozent gesteigert und zwei zusätzliche Mandate errungen. Darüber darf man sich auch freuen. Aber natürlich haben wir im Stadtrat keine bürgerliche Mehrheit und sind auf wechselnde Mehrheiten angewiesen.

Sie hatten sich aber mehr Zuspruch erhofft...

Ich habe nie an eine Prozentzahl mit einer Vier am Anfang geglaubt. Aber wir haben uns von anfänglich guten Umfragen blenden lassen. Das Ergebnis hat dann gezeigt, dass wir das Vertrauen der Dresdner noch nicht in der Deutlichkeit zurückbekommen haben, wie wir uns das erhofft haben.

Was hat die CDU inhaltlich falsch gemacht?

Ich denke nicht, dass wir inhaltlich etwas falsch gemacht haben, im Gegenteil. Schauen Sie, wir haben in der Zeit die Woba verkauft, dadurch die Stadt entschuldet und Dresden wieder in die Lage versetzt, investieren zu können. Dies haben wir dem Wähler als Erfolg nicht deutlich genug machen können.

Was werden Sie nun ändern?

Wir werden uns auf klare Positionen zu den anstehenden Sachthemen verständigen, diese offensiv vertreten und unser Profil wieder spürbar schärfen.

 

 

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