Bildungsempfehlung sichert Qualität

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Sonntag, 12. Juni 2005 um 12:15 Uhr

 

lars rohwerBildungsempfehlung sichert Qualität


Dresden, 10. Juni 2005. Wer in Sachsen auf das Gymnasium will, braucht eine Bildungsempfehlung. Bis 2004 war ein Notendurchschnitt von 2,0 ein Muss. Im Koalitionsvertrag zwischen CDU und SPD konnte die SPD eine Absenkung auf 2,5 durchdrücken. In Folge der Änderung haben sich sachsenweit mehr Schüler für das Gymnasium angemeldet. Damit gerieten vielerorts die Mittelschulen in Bedrängnis.

Wie die sächsische Regelung im Ländervergleich besteht, war Thema einer kleinen Anfrage (DRS 04/1564) von Lars Rohwer, dem Landtagsabgeordneten des Dresdner Westens. Sie zeigt, dass knapp die Hälfte aller Bundesländer auf harte Zugangskriterien, die Durchschnittsnote, für das Gymnasium setzen. Auffällig ist, dass genau diese Bundesländer die Spitzenplätze der PISA-Studie einnehmen. Dazu Lars Rohwer: „Die Bildungsempfehlung hat sich als Zugangskriterium bewährt. Die Aufweichung ist falsch und droht, das Niveau an den Gymnasien zu senken.".

In den Bundesländern ohne Beschränkung wird häufig das erste Schuljahr (auf dem Gymnasium) als Probejahr gesehen. Erreicht der Schüler oder die Schülerin nicht die geforderten Leistungen, wird er oder sie zwangsweise in die Realschule versetzt. Besonders diesen Kindern droht die Gefahr des Absturzes, aufgrund des Stigma des Versagens. Dazu sagt Rohwer: „Es ist ehrlicher einem Kind zu sagen, dass das Gymnasium im Augenblick nichts für es ist. Wenn es sich anstrengt, kann es aber später wechseln.".

Eine anderer Punkt der kleinen Anfrage behandelte die Entwicklung der Schülerzahlen in den einzelnen Bundesländern und in Deutschland seit 1992. Die Zahlen zeigen den dramatischen Unterschied zwischen den alten und den neuen Bundesländern. Schwankte die Gesamtzahl der Schülerinnen und Schüler in Deutschland nur um rund fünf Prozent nahm sie in allen alten Bundesländern kontinuierlich zu. So beispielsweise in Rheinland-Pfalz um 20 %. Hingegen sank die Gesamtzahl der Schüler in Sachsen oder auch in Mecklenburg-Vorpommern auf 60 % des Standes von 1992. „Für diese dramatische Entwicklung gibt es nach wie vor kein Patentrezept. Wir müssen hier in Sachsen unseren eigenen Weg finden und gehen."

 

Für Rückfragen: Lars Rohwer (0177-267 15 98)

 

 

 

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