Antrag zur Wärmewende
Der Wärmesektor
spielt eine Schlüsselrolle in der Energiewende. Vielleicht spielt er sogar die
Wichtigste. Mindestens ein Drittel unseres Endenergieverbrauchs entfallen auf
den Wärmesektor. Deshalb habe ich mich mit meiner Kollegin Anne König aus dem
Ausschuss für Energie und Klimaschutz hingesetzt und unsere Ideen
aufgeschrieben, für eine versorgungssichere, nachhaltige und soziale
Wärmewende. Das Ergebnis ist mein erster eigener Antrag, der nun seinen Weg ins
Plenum des Deutschen Bundestages geschafft hat!
Die Bundesregierung
setzt bei der Wärmewende einseitig auf Verbote und einseitig auf fast nur eine
Technologie, nämlich die Wärmepumpe. Zurzeit sind in Deutschland rund 1 Mio.
Wärmepumpen installiert. Wir müssen jedoch etwa 20 Mio. Heizungen sanieren. Eine
Komplettumrüstung aller Haushalte auf Wärmepumpen, wie die Regierung es mit
ihren Aussagen oft impliziert, ist auf absehbare Zeit nicht zu leisten – und
sie wäre auch gar nicht sinnvoll. Denn würde ganz Deutschland mit Wärmepumpen
heizen, hätten wir mindestens ein akutes Netzproblem.
Die Verunsicherung
bei den Haushalten ist hoch. Nicht nur sind die Energiepreise astronomisch,
sondern auch die Unsicherheit welche Technologie zukunftstauglich ist. Daher
haben wir in diesem Antrag 20 Vorschläge für eine Wärmewende entworfen. Dazu
gehören u. a. der Ausbau der Netze und Speicher, steuerliche Verbesserungen für
Sanierungen, einen breiten technologischen Ansatz sowie Sicherstellung der
sozialen Verträglichkeit.
Die geführte Debatte
im Plenum mit all ihren Redebeiträgen, inklusive der vollständigen Version des
Antrags verlinke ich euch hier.