Wir haben das Rentenpaket I beschlossen, damit ein Rentenpaket II kommt
Für alle Teile der Bevölkerung - Jung oder Alt - ist die Rente eine zentrale politische Frage. Ältere befinden sich mit der aktuellen Rente desöfteren nahe der Altersarmut, Jüngere weisen zurecht auf die Generationengerechtigkeit hin. Das Thema begleitet mich bereits seit dem ersten Sächsischen Landtag, in dem Kurt Biedenkopf in vielen Fraktionssitzungen immer wieder auf Ungerechtigkeiten im Rentensystem hingewiesen hat.
Die nun heute beschlossene Regelung führt unter anderem im Jahr 2031 zu einem etwa 1% höheren Rentenniveau. Das ist aus Sicht der Rentenempfänger zu begrüßen, für Steuer- und Beitragszahler geht damit zugleich eine Erwartung an Reformen einher. Ich begrüße daher ausdrücklich, dass die Junge Union und die Junge Gruppe der CDU/CSU-Bundestagsfraktion den Druck aufrechterhalten hat und für eine angemessen Berücksichtigung der Generationengerechtigkeit im Rentensystem kämpft. Die Junge Union weist völlig zurecht darauf hin, dass der weitere Reformprozess zeitnah geklärt werden muss.
Nun wird die Rentenkommission Vorschläge erarbeiten und vorlegen, wie das Rentensystem langfristig, also nach 2031, nachhaltig aufgestellt wird. Auch deshalb habe ich bei der heutigen Abstimmung für das Rentenpaket I gestimmt, um auch ein Rentenpaket II zu bekommen. Ich vertraue unserem Kanzler, dass er dies persönlich verhandeln wird.
Generell können wir der Politik von vor 20 Jahren dankbar sein, die das Renteneintrittsalter von 65 auf 67 erhöhte. Dadurch ist die Rente nicht unsere Hauptursache für steigende Sozialversicherungsbeiträge, sondern die Kranken- und Pflegeversicherung.
Auch jetzt ist die Zeit für zukunftsweisende Reformen: Für eine stabile, generationengerechte und verlässliche Rente werden wir um erhebliche Reformen sowohl auf der Einnahmen- wie auch der Aufgabenseite in der nächsten Zeit nicht herumkommen. Dafür braucht es Mut und Ausdauer, aber das Ergebnis wird sich lohnen.