Nachhaltige Energielösungen Made in Germany - meine Woche in Hessen, NRW und dem Wahlkreis 159
verfasst am 05.09.2025
. . . Meine 3 Punkte der Woche
Wir müssen in der Bundespolitik wieder verstärkt einen industriepolitischen Fokus setzen (Deregulierung, Entbürokratisierung, weniger Mikromanagement führt zu mehr Freiheit(en)).
Nationale Produkte bleiben aufgrund ihrer herausragenden Qualität den Importprodukten aus Ländern mit Großproduktionsstätten überlegen. Die Stärkung lokaler Unternehmen muss zur Priorität für die Bereitstellung nachhaltiger Energielösungen werden.
Die Transformation der Energiequellen kann nicht nur durch staatliche Förderung abgedeckt werden. Sie ist eng mit der Bereitschaft von Unternehmen verbunden, eigenes Kapital zu erwirtschaften und zu investieren.
Meine erste Sitzungsleitung beim Sächsischen Bibliotheksverband
Diese Woche startete fulminant: am Montag durfte ich in meiner Funktion als neu gewählter Vorstandsvorsitzender des sächsischen Bibliotheksverbands meine erste Vorstandssitzung leiten. Neben der Planung erster Termine für 2026, besprachen wir den beeindruckenden Erfolg der Projekte "Lesesommer", "Kilian" und "Literaturforum".
EU-Botschafter beim Heiligen Stuhl spricht bei katholischem Jahresempfang in Dresden
Am Abend nahm ich am Jahresempfang des katholischen Büros Sachsen teil, zu dem Martin Selmayr, Botschafter der Europäischen Union beim Vatikan, eine bemerkenswerte Rede hielt. Er sprach über die Bedeutung von Bündnissen und Diplomatie, deren fundamentale Rolle bei der Versöhnung von Konfliktparteien und für die Wahrung eines globalen Friedens. Einmal mehr habe ich festgestellt, dass wir diesen großen Aufgaben oft nicht die Ehrfurcht entgegenbringen, die sie fordern. Als Akteur in der EU und NATO ist es unsere Pflicht, für eine Welt zu kämpfen, in der Demokratie und Freiheit nicht nur leere Worte sind. Frieden, Sicherheit und Menschenwürde sind fundamentale Werte, die die Weltgemeinschaft zusammenhalten.
Bildrechte: R. Ledschbor
Plädoyer für die Stärkung lokaler Unternehmen
Das Dresdner Unternehmen "Solarwatt" ist Vorreiter in der nationalen Solarbranche
Ab Dienstag besuchte ich Solarwatt. Das Dresdner Unternehmen ist auf Photovoltaik und Energiespeicherlösungen spezialisiert. Mittlerweile ist es ein fester Bestandteil auf dem Markt der erneuerbaren Energien. Nach der Umstrukturierung im letzten Jahr (in der Folge mussten fast 2/3 des Personals das Unternehmen verlassen), kann es wieder zukunftssicher am Markt Fuß fassen. Für mich steht dabei außer Frage, dass diese lokalen Unternehmen umfassend und prioritär unterstützt werden.
Bildrechte: Solarwatt
"Die Bundespolitik muss immer im Dialog mit der nationalen Wirtschaft stehen. Nur so kann Deutschland eine starke Wirtschaft und das Vertrauen in seine gewählten Volksvertreter behalten."
– Lars Rohwer
Klimalösungen Made in Germany - zu Besuch bei "Viessmann"
Nach dem Besuch bei "Solarwatt" reiste ich zu einem weiteren Energieunternehmen, dass seinen Standort in Allendorf (Hessen) hat: Viessmann. Das hessische Unternehmen ist international tätig und auf Heiz-, Industrie- und Kühlsysteme spezialisiert. Als eines der führenden Unternehmen in den Bereichen erneuerbare Energien, Heiztechnik und Energieeffizienz war für mich - als Mitglied im Ausschuss für Energie und Wirtschaft - ein Besuch längst überfällig. Nachdem ich mich über die aktuelle Situation der Heizungsindustrie ausgetauscht hatte, wurde ich in praktische Fragen der Wärmepumpentechnik eingeführt. In einem eigens eingerichteten Akustiklabor werden Möglichkeiten geprüft, die Lautstärke von aktiv laufenden Wärmepumpen - bei steigender Leistung - zu reduzieren. Eine wichtige Überlegung, da die Lärmemission ein relevanter Faktor für die Anschaffung von Wärmepumpen ist.
Mittelständisches Unternehmen "Josef Küpper Söhne GmbH" setzt bereits auf grünen Wasserstoff
Das Unternehmen Josef Küpper Söhne GmbH mit Sitz in der Nähe von Bonn ist auf den Einbau von Sanitärinstallation und Heizungstechnik spezialisiert. Ein wichtiger Industriezweig, der für sich allein für mich jedoch kein Grund wäre nach NRW zu reisen - ähnliche lokale Unternehmen sind auch in Dresden und Umgebung verortet. Vielmehr interessierte mich die Energieversorgung des Unternehmens und deren Vision, energieautark zu werden. Das mittelständische Unternehmen verfügt bereits über eine beachtliche Photovoltaikanlage. Der erzeugte Strom wird genutzt, um mittels Elektrolyse Wasser in Sauerstoff und Wasserstoff zu spalten. Dieses beeindruckende Projekt hat eine herausragende Pilotfunktion für die Nutzung grünen Wasserstoffes in Eigenheimen/Privathaushalten. Im Gespräch mit der Unternehmensführung überraschten mich deren offene und ehrliche Worte: Auch wenn die Nutzung des grünen Wasserstoffes grundsätzlich erfolgreich ist, kann der Energiebedarf nicht konstant und vollständig gedeckt werden - das Unternehmen nutzt dabei ergänzend Erdwärme. Dennoch ist das, teils vom Land Nordrhein-Westfalen geförderte, Vorhaben ein wichtiges Zeichen - für die Bereitschaft, Innovationskraft und Begeisterungsfähigkeit der Menschen für eine nachhaltige Energieversorgung.
Bildrechte: Küpper/Bonn
Mit Daniel Föst im Austausch zu Sanitär, Heizung und Klima
Abschließend reiste ich nach St. Augustin (ebenfalls in Nordrhein-Westfalen). Dort besuchte ich den Zentralverband Sanitär, Heizung und Klima. Dabei folgte ich der Einladung von Daniel Föst, der in der letzten Legislaturperiode mein "Sitznachbar" im Bauausschuss war. Es erfüllt mich immer noch mit Dankbarkeit, dass ich sein erster Besuch nach dem Antritt als Hauptgeschäftsführer sein durfte. Thematisch standen selbstverständlich nicht nur energie- sondern auch baupolitische Themen auf der Agenda. Neben dem Gebäudeenergiegesetz und der Dekarbonisierung in der Gebäudewirtschaft tauschten wir uns über das Vorhaben der Klimaneutralität Deutschlands aus, die bis 2045 erreicht werden soll.