Rede Unabhaengigkeitstag Ukraine 2025

RohwerRede in Dresden - Unabhängigkeitstag der Ukraine

verfasst am 24.08.2025

RohwerRede zum Unabhängigkeitstag der Ukraine (Frauenkirche Dresden)

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
verehrte Gäste,
geschätzte ukrainische Freunde,

heute stehen wir hier – erschüttert von der lange anhaltenden und grauenhaften russischen Kriegsführung, aber gemeinsam fest im Glauben an die gerechte Sache – um den Unabhängigkeitstag der Ukraine zu feiern. Ein Tag, der nicht nur für die Ukraine von historischer Bedeutung ist, sondern auch für uns alle, die für Freiheit, Demokratie und ein friedliches Europa eintreten.

Die Ukraine kann eine lange und ereignisreiche Geschichte vorweisen, während der sie Leidenszeiten, Kriegen und Besetzungen ausgesetzt war und ist. Vor 34 Jahren hat das ukrainische Volk zum zweiten Mal die Souveränität erlangt und wurde ein unabhängiger Staat, der über die eigenen Geschicke selbst bestimmen kann.

Und heute, im Angesicht des brutalen russischen Angriffskrieges, verteidigt die Ukraine ihre Eigenständigkeit, ihre Demokratie, ihre Werte und auch ihre Kultur mit Mut, mit Entschlossenheit – und mit einem unbeugsamen Willen zur Freiheit. Dabei unterstützen ich persönlich und auch die CDU die Ukraine voll und ganz!

Während wir aber hier stehen und die Unabhängigkeit der Ukraine feiern, müssen wir unsere Gedanken auch denen zuwenden, die das möglich machen: Wir verneigen uns vor dem Mut der ukrainischen Soldatinnen und Soldaten, die in diesem Krieg ihr Leben riskieren. Wir bewundern die Standhaftigkeit der Zivilbevölkerung, die trotz der Zerstörung ihrer Städte und Dörfer, der Besatzung durch Russland und der Vertreibung aus ihrer Heimat nicht aufgibt. Und wir sagen ganz klar: Dieser Krieg darf nicht mit einem Kompromiss enden, der die Freiheit der Ukraine opfert. Es kann keinen Frieden geben ohne Gerechtigkeit. Keine Stabilität ohne Souveränität. Keine Ruhe ohne den Rückzug des Aggressors.

Bei diesem Kampf steht Deutschland an der Seite der Ukraine. Und das nicht nur mit Worten, sondern mit Taten. Die Bundesregierung – und auch die deutsche Zivilgesellschaft –unterstützt die Ukraine mit Waffenlieferungen, mit humanitärer Hilfe und mit der Aufnahme vieler Menschen, die vor Krieg und Zerstörung fliehen.

Bundeskanzler Friedrich steht mit diplomatischen Mitteln der Ukraine bei: Gemeinsam mit anderen europäischen Staatschefs reiste der Bundeskanzler nach Kiew – und er lud den ukrainischen Staatspräsidenten in das Bundeskanzleramt ein, um die Unterstützung der Europäer öffentlichkeitswirksam zu demonstrieren, während der US-Präsident mit Putin einen Friedensplan für die Ukraine aushandeln wollte. Danach reiste Friedrich Merz ein weiteres Mal nach Washington, um gemeinsam mit unseren europäischen Partnern der Ukraine den Rücken zu stärken.

Lassen Sie mich Ihnen versprechen: Was wir tun können, das tun wir!

Und noch ein weiterer Gedanke: Wir versammeln uns heute in Dresden. Hier und in anderen Städten brachte vor 36 Jahren der Wille vieler Tausender Bürger letztendlich die Unterdrückung der DDR zu Fall und sicherte uns die Freiheit. Lasst uns dies als Zeichen sehen, dass der Kampf gegen Ungerechtigkeiten langwierig und hohe Kosten mit sich bringen mag. Aber: Er lohnt sich. Wir haben damals die Unterdrückung überwunden.

Bewahrt den Glauben und den Mut, dann könnt auch ihr erfolgreich sein. Wir stehen euch dabei bei - heute, morgen und in Zukunft!

Slava Ukraini!