W wie Wahlkreiswoche, Wirtschaftsförderung, Wasserstoff...
verfasst am 22.08.2025
Stärkung unserer Wirtschaft
Handwerkskammer Dresden
Die Handwerkskammer Dresden ist die zentrale Anlaufstelle für alle Belange des ostsächsischen Handwerks - neben der Koordination von Aus- und Weiterbildung, vereint die Handwerkskammer die Interessen der Handwerker in der Region. Aus diesem Grund war ich erneut in der Geschäftsstelle, um kurz vor den abschließenden Entscheidungen zu den Haushalten 2025 und 2026 im Bundestag mich mit der Kammerspitze noch mal abzustimmen. Wir tauschten uns neben den aktuellen Entwicklungen im Handwerk natürlich auch über die Energie- und Baupolitik aus. Insbesondere besteht weiterhin meinerseits das Ziel zur Senkung der Stromsteuer im Bund für alle, hier bin ich mir mit dem Handwerk absolut einig, dass dieser Schritt notwendig ist.
Architektenkammer Sachsen
Zudem war ich in regem Austausch mit dem Vorstand und der Geschäftsführung der Architektenkammer Sachsen. Wir sprachen unter anderem über den geplanten "Bauturbo", den "Gebäudetyp E", die Reduktion des CO2-Verbrauchs bei Neu- und Bestandsbauten und glichen die baupolitische Agenda der Bundespolitik mit den praktischen Herausforderungen für Architekten und Stadtplaner in Sachsen ab.
Aus den Gesprächen habe ich Anliegen der sächsischen Handwerker, Architekten und Stadtplaner mitgenommen. Einmal mehr habe ich die Verantwortung gespürt, die ich für die Stärkung der sächsischen Wirtschaft im Bund habe. Es ist mir eine Ehre, diese Themen nach Berlin zu tragen und als Mitglied im Ausschuss für Wirtschaft und Energie sowie als Obmann im Ausschuss für Wohnen, Bau und Stadtentwicklung diese Themen präsent zu halten.
Wirtschaftsstandort Sachsen muss attraktiv bleiben
Die geplante Abwanderung von Chemiebetrieben aus Deutschland ist nicht nur für die sächsische Wirtschaft eine große Herausforderung. Nachdem ich Anfang August beim Betriebsrat von Dow Chemical zu Besuch war, traf ich mich in dieser Woche mit der Geschäftsführung von BASF in Ludwigshafen. In den letzten Jahren verlagerten immer mehr Betriebe Produktionsabschnitte oder sogar die gesamte Produktion ins Ausland. Oft wird die Entscheidung mit der deutschen Energiepolitik und den hohen Betriebskosten begründet. Doch auch Fachkräftemangel, bürokratische Hürden und Umweltauflagen veranlassen Unternehmen zu diesem Schritt. Deshalb müssen wir dringend Maßnahmen ergreifen, um Deutschland als Wirtschaftsstandort wettbewerbsfähig zu halten und attraktiv zu gestalten.
Und es gibt bereits einige positive Entwicklungen:
Die Chip- und Halbleiterindustrie im Norden Dresdens: neben Infineon und GlobalFoundries siedelt sich aktuell ESMC an und auch Bosch ist dabei, die Produktionsstätte zu vergrößern, genauso Infineon. Verbunden sind die Firmen auch im Silicon Saxony, das im Verbund die Interessen von sächsischen Unternehmen im Bereich Mikroelektronik, Smart Systems und Software stärkt.
Das Anfang 2025 gegründete Radiopharmacy Cluster Dresden - nukliD® verbindet Wirtschaftsunternehmen und Wissenschaftseinrichtungen mit dem Ziel, gemeinsam an innovativen Lösungen im Bereich der Pharmaindustrie zu arbeiten.
Bürgersprechstunden
"Der Austausch mit den Menschen im Wahlkreis führt mir immer wieder vor Augen, wie wichtig meine Arbeit in Berlin ist."
– Lars Rohwer, Bürgersprechstunden am 19. und 21. August
Wasserstoff als Schlüsselbaustein der Energiewende
Mit Professorin Jutta Emmes, seit Ende Juli bestellte neue Rektorin der TU Bergakademie Freiberg, tauschte ich mich über Energieeffizienz und Forschungsprojekte im Bereich Wasserstoff aus.
An diesen thematischen Aufschlag schloss sich meine Teilnahme am Jahrestreffen des Wasserstoffbündnisses in Chemnitz an. Während ich mich mit Experten über die Relevanz von Wasserstoff als Energieträger austauschte, fand zeitgleich das Weltfinale des Wasserstoff-Grand- Prix statt. In verschiedenen Rennen und Bewertungskategorien treten wasserstoffbetriebene Modellautos gegeneinander an. Schüler und Studenten aus 23 Ländern nahmen in mehr als 60 Teams an dem Wettbewerb teil. Die Veranstaltung wurde vom Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik sowie Horizon Educational organisiert. Mich hat die Begeisterung der jungen Menschen für die Verbindung zwischen Brennstoffzellentechnologie und Wasserstoffwirtschaft fasziniert. Es ist wichtig, bereits Schüler und Studierende für energieeffiziente Lösungen zu begeistern.
„Eine nachhaltige Energiewende kann in unserer Gesellschaft nur verankert werden, wenn wir bereits die Schüler und Studenten für die Wasserstofftechnologie begeistern.“
– Lars Rohwer
Ausblick: Wasserstoffbeschleunigungsgesetz
Ein wichtiger Schritt zu einer nachhaltigen Energieversorgung ist das Wasserstoffbeschleunigungsgesetz. Am 3. September wird dieses im Bundeskabinett behandelt. Die Wasserstoffproduktion muss auf ein neues Niveau gehoben werden, um die Energiewende erfolgreich und nachhaltig umzusetzen. Nur so lässt sich auf längere Sicht der CO2-Verbrauch maßgeblich reduzieren. Dazu muss jedoch Infrastruktur ausgebaut, Industrie unterstützt und die Produktionskapazitäten durch eine steigende Nachfrage (Markthochlauf) ausgebaut werden. Das Gesetz stellt dafür den notwendigen Grundbaustein dar.