WK Woche Michael Gorgosch 7

Besuch aus Polen im Wahlkreis 159

verfasst am 03.07.2026

Eine abwechslungsreiche Woche im Dresdner Wahlkreis

Während meiner Wahlkreiswoche durfte ich Lars Rohwer bei zahlreichen Terminen begleiten und die Arbeit eines Bundestagsabgeordneten außerhalb Berlins kennenlernen. Dabei erhielt ich Einblicke in ganz unterschiedliche Themen und lernte viele engagierte Menschen kennen.

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Erinnerungsarbeit über Grenzen hinweg

Gemeinsam mit dem anderen polnischen IPS Stipendiaten Paweł Kałużny nahm ich an einem besonderen Termin teil, der Besuch der Gedenkstätte Bautzner Straße. Dort wurden wir herzlich empfangen von der Leiterin der Gedenkstätte Uljana Sieber empfangen. Wir kamen schnell ins Gespräch über die Aufarbeitung der SED Diktatur und die Bedeutung der politischen Bildungsarbeit. Besonders interessant fand ich die Zusammenarbeit der Gedenkstätte mit Schulen sowie mit dem Museum der Solidarność in Danzig / Gdańsk. Sie zeigt, dass Erinnerungsarbeit auch über Landesgrenzen hinweg funktioniert und vom Austausch unterschiedlicher Perspektiven lebt.

Die interaktive Audiotour hat mich besonders beeindruckt. Sie macht Geschichte verständlich und ermöglicht es gerade jungen Menschen, sich intensiv mit den persönlichen Schicksalen der Betroffenen auseinanderzusetzen.

Nach dem Besuch nutzten wir die Gelegenheit, die Elbschlösser zu besichtigen und den Blick über das Elbtal zu genießen.

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Im weiteren Verlauf des Tages nahm ich an einer Videoschalte zum GKV Paket teil. Vertreter aus Politik, dem Gesundheitswesen sowie Bürgerinnen und Bürger tauschten sich über aktuelle Herausforderungen der gesetzlichen Krankenversicherung aus.

Anschließend besuchte ich den enviaM Power Summit. Dort ging es um die Zukunft der Energieversorgung, aber auch Möglichkeiten und die Herausforderungen der kommenden Jahre. Besonders spannend waren die Gespräche mit Fachleuten aus verschiedenen Bereichen. Es war interessant zu erfahren, wie unterschiedlich die Sichtweisen auf dieselben Themen sein können und welche Lösungen derzeit diskutiert werden.

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Lesen fördern und Energieunternehmen kennenlernen

Am nächsten Tag durfte ich an der Eröffnung des Buchsommers in Radeberg teilnehmen. Als begeisterter Leser hat mich besonders gefreut zu sehen, mit welchem Engagement, Bibliothek und Politik, die Kinder und Jugendliche für Bücher begeistert werden.

Danach ging es weiter zum Wasserkongress im Deutschen Hygiene Museum Dresden. Dort wurden zahlreiche Projekte rund um den Schutz unserer Gewässer vorgestellt. Unternehmen und Forschungseinrichtungen präsentierten neue Technologien und zeigten, wie Wasser effizient genutzt und gleichzeitig besser geschützt werden kann. Ebenso wurde darüber gesprochen, wie nachhaltiges Bauen dazu beitragen kann, unsere Wasserressourcen langfristig zu erhalten und was nach dem Kohle austritt.

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Austausch zwischen Politik und Wirtschaft

Am nächsten Tag gab es ein Gespräch mit Unternehmen aus der Energiebranche. Im Mittelpunkt standen der Ausbau der Stromnetze und die zukünftige Energieversorgung. Jedoch auch Probleme der Internetinfrastruktur. Für mich war es spannend zu erleben, wie Politik und Unternehmen miteinander ins Gespräch kommen. Solche Treffen bieten die Möglichkeit, Herausforderungen aus der Praxis kennenzulernen und unterschiedliche Sichtweisen in politische Entscheidungen einzubeziehen.

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Später zeigten mir Lars Rohwer und Emely Keyn weitere Orte in Dresden. Besonders beeindruckt hat mich die moderne Trainingshalle des DSC, für deren Bau und Instandhaltung sich Lars Rohwer viele Jahre schon ehrenamtlich einsetzt.

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Ein besonderes Erlebnis war der Vortrag der Konrad-Adenauer-Stiftung auf dem Dampfschiff Gräfin Cosel. Als Oberschlesier hat mich der Name des Schiffes besonders gefreut, da meine Heimatstadt nahe Cosel des heutigen Kędzierzyn-Koźle liegt. Prof. Dr. Ing. Thomas Grischek von der HTW Dresden sprach über die Entwicklung der Elblandschaft und die Auswirkungen des Klimawandels. Dabei wurde deutlich, wie wichtig wissenschaftliche Erkenntnisse für zukünftige Entscheidungen sind. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir sein Plädoyer dafür, Herausforderungen sachlich zu bewerten, Entscheidungen auf Grundlage von Fakten zu treffen, nicht durch Gefühle und auch bei kontroversen Diskussionen offen für unterschiedliche Meinungen zu bleiben jedoch den Druck aushalten zu müssen.

Handwerk als starker Partner der Region

Den Abschluss meiner Wahlkreiswoche bildete das Sommerfest der Tischlerei Rettinghaus in Langebrück. Dort bot sich noch einmal die Gelegenheit, mit Vertreterinnen und Vertretern des Handwerks ins Gespräch zu kommen und mehr über aktuelle Entwicklungen im Bauwesen zu erfahren.

Mein Fazit

Die Woche hat mir gezeigt, wie vielseitig die Arbeit eines Bundestagsabgeordneten ist. Ich durfte bei vielen Gesprächen dabei sein, neue Themen kennenlernen und einen guten Einblick in die Arbeit im Wahlkreis gewinnen. Dresden hat mich dabei besonders beeindruckt. Die Stadt verbindet Geschichte, Kultur, Wissenschaft und Wirtschaft auf eine ganz besondere Weise. Ich bin dankbar für die vielen Begegnungen und Erfahrungen, die ich in dieser Woche sammeln durfte. Sie werden mir sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben.