Wochenrueckblick Mai I

Die Bewerbung für Olympia und Glasfaserausbau in Dresden

verfasst am 08.05.2026
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Olympiaperspektive für Sachsen – BERLIN+ im Fokus

Am Mittwoch fand auf Einladung des Kollegen (und Olympiasiegers) Jens Lehmann MdB eine Vorstellung des Konzepts der Olympiabewerbung BERLIN+ in der Deutschen Parlamentarischen Gesellschaft statt, an der ich sehr gerne teilgenommen habe. Denn gerade für den Freistaat Sachsen eröffnet sich mit Leipzig als Partnerstandort die Chance, zentrale Teile der Olympischen und Paralympischen Spiele in die Region zu holen und damit langfristige Impulse für Infrastruktur, Sport und internationale Sichtbarkeit zu setzen.

Besonders hervorzuheben ist die breite Unterstützung aus unterschiedlichen Bereichen der Gesellschaft. Neben dem Leipziger Sportbürgermeister Heiko Rosenthal und Olympiasiegerin Britta Steffen nahmen auch der Berliner Olympiabeauftragte Kaweh Niroomand und Markus Otto (von DHL Leipzig/European Air Transport Leipzig GmbH) teil. Insgesamt zeigte sich ein konstruktives und klar auf Zukunft ausgerichtetes Gesprächsklima.

Mit Blick auf die Bewerbung ist entscheidend, dass bereits rund 97 Prozent der Sportstätten vorhanden sind. Das unterstreicht die Nachhaltigkeit des Konzepts und die realistische Umsetzbarkeit. Auch die Beteiligung weiterer Regionen wie Brandenburg, Sachsen und Rostock-Warnemünde zeigt die wachsende Breite der Unterstützung. Vor der anstehenden Grundsatzentscheidung des Deutscher Olympischer Sportbund am 26. September 2026 in Baden-Baden bleibt es wichtig, ein geschlossenes politisches Signal zu senden. Sachsen und auch ich persönlich stehen dabei klar hinter BERLIN+.

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Eine weitere Hürde beim Gebäudemodernisierungsgesetz genommen

In dieser Woche hat die Bundesregierung einen Entwurf für ein neues Gebäudemodernisierungsgesetz vorgelegt, der nun zügig in die parlamentarische Beratung gehen wird. Damit hat das im Koalitionsvertrag verabredete Verfahren zur Abschaffung des Habeckschen Heizungsgesetzes eine weitere entscheidende Hürde in Richtung einer dauerhaften Regelung im Bereich der Gebäudeenergie genommen.

Als Berichterstatter innerhalb der Unionsfraktion verfolge ich die Thematik nun bereits seit etwa einem Jahr intensiv. In dieser Woche habe ich in weiteren Gesprächen mit Vertretern aus Politik und Wirtschaft erste Rückmeldungen zum Gesetzentwurf entgegengenommen.

Besonders spannend war dabei eine Podiumsdiskussion bei den Berliner Energietagen der Taskforce Gebäudetechnik des Zentralverbands des Deutschen Handwerks. Die Botschaft aller war dabei klar: Wir müssen nun schnell die neue gesetzliche Regelung auf den Weg bringen. Denn Bürger und auch Handwerker brauchen in unruhigen Zeiten Kontinuität und Planungssicherheit! Dafür werde ich mich im weiteren Verfahren kräftig einsetzen.

Energiepolitik: Speicher ausbauen, Netze modernisieren

Die zuletzt extrem negativen Strompreise von fast 500 €/ MWh an der Strombörse insbesondere am 1. Mai sowie am vergangenen Wochenende machen deutlich, dass das Energiesystem schneller an die Realität der Erneuerbaren angepasst werden muss. Die Entwicklung ist kein Einzelfall, sondern ein strukturelles Signal, das politisches Handeln erfordert.

Notwendig ist der konsequente Ausbau von Energiespeichern. Neben Großbatteriespeichern müssen auch Heimspeicher, Pumpspeicherwerke sowie die Digitalisierung der Netze deutlich schneller vorankommen. Die Verbindung von Erzeugungs- und Speicheranlagen sollte künftig zum Standard werden, um das System stabil und effizient zu steuern.

Dazu braucht es auch regulatorische Anpassungen. Das Netzanschlussverfahren sowie das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) müssen zeitnah weiterentwickelt werden. Gleichzeitig gilt es, den Smart-Meter-Rollout deutlich zu beschleunigen, um dynamische Stromtarife und ein flexibleres Verbrauchsverhalten zu ermöglichen. Diese Punkte habe ich bereits frühzeitig gemeinsam mit der Bundestagsabgeordneten Maria-Lena Weiss in einem Gastbeitrag adressiert. Die aktuellen Marktentwicklungen bestätigen uns erneut.

Für die schwarz-rote Koalition ergibt sich daraus ein klarer Auftrag: Die Energiewende muss technisch, wirtschaftlich und regulatorisch konsequent weiterentwickelt werden, damit Versorgungssicherheit, Bezahlbarkeit und Klimaziele gleichermaßen erreicht werden. Daran werde auch ich persönlich mitarbeiten.

Austausch mit dem Digitalministerium zum Glasfaser-Ausbau in Dresden

Für Bürger und Unternehmen ist schnelles Internet heutzutage selbstverständlich, dennoch sind viele Bürger in Dresden zunehmend frustriert über den Stand des Glasfaserausbaus in Dresden. Vodafone Deutschland ist in Dresden mit dem Bau der Glasfaserversorgung in vier Losen beauftragt, der ebenfalls von der Bundesregierung gefördert wird. Vodafone wird die verabredeten Leistungen nicht termingerecht erfüllen – wohl auch nicht im Jahr 2026. Damit liegt Vodafone mehr als sechs Jahre nach dem ursprünglich vereinbarten Zeitplan.

Bereits über viele Jahre verfolge ich das Vorhaben sehr engmaschig und dringe auf schnelle Fertigstellung. Deshalb bin ich am Montag in dieser Woche mit der Abteilungsleiterin im Bundesministerium für Digitalisierung und Staatsmodernisierung und Bürgermeister Jan Pratzka, der in Dresden als Beigeordneter für Wirtschaft, Digitales, Personal und Sicherheit zuständig ist, in den Austausch gegangen. Es war ein sehr gewinnbringendes Gespräch, in dem wir Optionen zur Beschleunigung des Glasfaserausbaus durchgegangen sind. Ich bleibe auf jeden Fall bei der Thematik am Ball!