Sachsen ist Standort für Sicherheit und Verteidigung
Der Austausch mit der Bundeswehr ist für mich auch aufgrund meiner langjährigen Arbeit im Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes Dresden, ein besonderes Anliegen.
In der Offizierschule des Heeres in Dresden habe ich Brigadegeneral Ralf Peter Hammerstein, den seit April amtierenden Kommandeur, kennengelernt. Die Anforderungen an die Bundeswehr haben sich verändert. Brigadegeneral Hammerstein schilderte mir, dass damit auch eine Neuausrichtung der Offiziersausbildung notwendig geworden ist. Die heutige, komplexe und hybride Bedrohungslage verlangt nicht nur den Umgang mit neuen Technologien, sondern vor allem Führungskräfte, die flexibel und vorausschauend handeln. Dafür braucht es in der Ausbildung den nötigen Spielraum, um auf neue Herausforderungen schnell reagieren zu können.
Auch mit Oberst Marco Tkotz (siehe Foto), dem Kommandeur des Landeskommandos Sachsen, habe ich mich intensiv ausgetauscht. Aus einer geplanten Stunde wurden am Ende zwei. Für mich ist das ein gutes Zeichen dafür, wie wichtig und wertvoll der direkte Austausch ist. Da Oberst Tkotz selbst als verteidigungspolitischer Berater in der Bundespolitik tätig war, kennt er die politischen Prozesse und Herausforderungen aus eigener Erfahrung. Das schafft eine besondere Verbindung zwischen praktischer Erfahrung und politischer Perspektive.
Sachsen bietet mit seiner Infrastruktur und seiner zentralen Lage hervorragende Voraussetzungen, einen wichtigen Beitrag zur Verteidigungsfähigkeit zu leisten. Zugleich muss manches schneller gehen, sowohl bei der Verteidigungsfähigkeit als auch beim Katastrophenschutz. Was wir brauchen, sind pragmatische Lösungen, die konkret vor Ort umgesetzt werden. Gerade in Krisenzeiten zählt am Ende nicht, was auf dem Papier gut aussieht, sondern was funktioniert.