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Welttag der Suizidprävention

verfasst am 10.09.2026

Am 10. September ist Welttag der Suizidprävention. 10.372 Menschen starben 2024 in Deutschland durch Suizid, das sind mehr als 28 Menschen jeden Tag. Hinzu kommen schätzungsweise mindestens 100.000 Suizidversuche jährlich.

Diese Zahlen zeigen: Wir müssen mehr tun. Dazu gehört auch, offen über Suizidgedanken und psychische Krisen zu sprechen. Enttabuisierung kann helfen, dass Betroffene früher Unterstützung suchen und Hilfe annehmen.

Dafür gibt es einen klaren politischen Auftrag: Bereits 2023 hat der Deutsche Bundestag mit sehr großer Mehrheit eine Stärkung der Suizidprävention beschlossen. 2024 folgte die Nationale Suizidpräventionsstrategie. Jetzt liegt der Referentenentwurf für das Suizidpräventionsgesetz vor. Das ist ein wichtiger Schritt hin zu verlässlichen, bundesweit koordinierten Strukturen.

Ein besonderes Anliegen ist für uns eine bundesweit koordinierte, einheitliche Krisenrufnummer, über die Menschen in suizidalen Krisen schnell qualifizierte Hilfe erreichen können.

Gleichzeitig darf moderne Krisenhilfe nicht ausschließlich telefonisch gedacht werden. Gerade junge Menschen suchen Hilfe häufig digital. Deshalb müssen Chat und schriftbasierte Onlineberatung als niedrigschwellige und barrierearme Zugänge mitgedacht werden. Angebote wie krisenchat, MANO oder [U25] zeigen, wie wichtig solche Angebote sind.

Unser Ziel ist ein Suizidpräventionsgesetz, das Hilfe dauerhaft stärkt und Menschen dort erreicht, wo sie sie suchen: am Telefon, online und im Chat.

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