VW-Manufaktur Dresden
Im Dezember 2025 hatte die VW-Konzernleitung ein Briefing in Berlin für die Wahlkreisabgeordneten organisiert, in dem unter anderem auch die Zukunft der "Gläsernen Manufaktur" in Dresden thematisiert wurde. Erst drei Monate später gelang es, einen Termin vor Ort in Dresden zu vereinbaren. Dabei musste ich - gemeinsam mit Markus Reichel und Rasha Nasr - mit großer Ernüchterung feststellen, dass es für die "Gläserne Manufaktur" offenbar keinerlei zufriedenstellende Zukunftspläne gibt und die Konzernleitung insgesamt keine Klarheit für den Standort geschaffen hat. Dies steht in deutlichem Widerspruch zu den Zusicherungen, die uns im Dezember gemacht wurden. Deshalb stellte ich am Montag ernüchtert fest: Es gibt offenbar keine finalen Zukunftspläne für die "Gläserne Manufaktur". Dies ist nicht gut, denn wir brauchen eine klare Perspektive für den Standort und es widerspricht den Zusagen aus dem Dezember 2025.
Gemeinsam mit Rasha Nasr (SPD) und meinem Kollegen Dr. Markus Reichel (CDU) habe ich diese Situation bei meinem Besuch vor Ort klar kritisiert. Unterstützung erhielt ich dabei auch von den anwesenden Betriebsräten, die in der IG Metall organisiert sind. Besonders schockierend war für mich eine weitere Information: Kein einziger aktuell aktiver VW-Vorstand hat den Standort in Dresden bisher persönlich besucht! Vor diesem Hintergrund werde ich gemeinsam mit Dr. Markus Reichel und Rasha Nasr einen Brief an die VW-Zentrale richten und um einen Gesprächstermin in Wolfsburg bitten. Noch besser wäre ein Treffen mit dem VW-Vorstand direkt am Standort in Dresden. Meine bisherigen Erfahrungen mit dem Konzernvorstand stimmen mich jedoch skeptisch: die großen Worte und Ankündigungen des Konzerns werden wahrscheinlich keine konkreten, glaubwürdigen Handlungen folgen. Wir bleiben aber in jedem Fall dran am Thema.