Rathaus Grossroehrsdorf

Zur Karwoche im Wahlkreis unterwegs

verfasst am 02.04.2026
Glaeserne Manufaktur Dresden Volkswagen Newsroom

VW-Manufaktur Dresden

Im Dezember 2025 hatte die VW-Konzernleitung ein Briefing in Berlin für die Wahlkreisabgeordneten organisiert, in dem unter anderem auch die Zukunft der "Gläsernen Manufaktur" in Dresden thematisiert wurde. Erst drei Monate später gelang es, einen Termin vor Ort in Dresden zu vereinbaren. Dabei musste ich - gemeinsam mit Markus Reichel und Rasha Nasr - mit großer Ernüchterung feststellen, dass es für die "Gläserne Manufaktur" offenbar keinerlei zufriedenstellende Zukunftspläne gibt und die Konzernleitung insgesamt keine Klarheit für den Standort geschaffen hat. Dies steht in deutlichem Widerspruch zu den Zusicherungen, die uns im Dezember gemacht wurden. Deshalb stellte ich am Montag ernüchtert fest: Es gibt offenbar keine finalen Zukunftspläne für die "Gläserne Manufaktur". Dies ist nicht gut, denn wir brauchen eine klare Perspektive für den Standort und es widerspricht den Zusagen aus dem Dezember 2025.

Gemeinsam mit Rasha Nasr (SPD) und meinem Kollegen Dr. Markus Reichel (CDU) habe ich diese Situation bei meinem Besuch vor Ort klar kritisiert. Unterstützung erhielt ich dabei auch von den anwesenden Betriebsräten, die in der IG Metall organisiert sind. Besonders schockierend war für mich eine weitere Information: Kein einziger aktuell aktiver VW-Vorstand hat den Standort in Dresden bisher persönlich besucht! Vor diesem Hintergrund werde ich gemeinsam mit Dr. Markus Reichel und Rasha Nasr einen Brief an die VW-Zentrale richten und um einen Gesprächstermin in Wolfsburg bitten. Noch besser wäre ein Treffen mit dem VW-Vorstand direkt am Standort in Dresden. Meine bisherigen Erfahrungen mit dem Konzernvorstand stimmen mich jedoch skeptisch: die großen Worte und Ankündigungen des Konzerns werden wahrscheinlich keine konkreten, glaubwürdigen Handlungen folgen. Wir bleiben aber in jedem Fall dran am Thema.

Neue Mensa DD Bierstube Eric Muench

Wiedereröffnung Neue Mensa TU Dresden - ein besonderer Ort der "Ost-Moderne"

2014 wurde in der Neuen Mensa am Fritz-Förster-Platz zum letzten Mal gegessen und Bier gezapft. Fast zwölf Jahre später erstrahlen Speisesäle, Cafeteria und Bierstube frisch renoviert. Ein Teil des alten Charmes bleibt dankenswerterweise erhalten.

Die "legendäre" Bierstube spielt auch nach der Neueröffnung eine zentrale Rolle auf dem Hochschulcampus spielen. Die Kneipe ist mindestens für denjenigen, die vor 2014 in Dresden studiert haben bekannt. Sie war bereits in der DDR-Zeit ein wichtiger Treffpunkt. Damals diente sie insbesondere der oppositionellen Jugend als Ort des Austauschs und der Begegnung.

"In der Bierstube war ich bereits als Abiturient und erinnere mich gern an die intensiven Diskussionen bei einem Glas Frisch-Gezapftem. Es ist großartig, dass dieser Ort auch in der Neuen Mensa wieder eine wichtige Rolle spielt."

Lars Rohwer
Rathaus Grossroehrsdorf

Im Austausch mit der kommunalen Familie im Wahlkreis - Bürgermeistergespräche

In regelmäßigen Abständen besuche ich die Bürgermeister meines Wahlkreises, um mein Ohr an das Gelingen und die Herausforderungen in den Städten und Gemeinden zu legen. So auch diese Woche im Bautzner Landkreis, wo ich die Arbeit der Bürgermeister enorm wertschätze. Sie haben die tägliche Aufgabe, unterschiedliche Interessen zu bündeln und Gemeinschaft zu stärken und müssen mit wenig Personal und finanziellem Spielraum viel umsetzen. Dabei innovativ zu bleiben, ist keine leichte Aufgabe. Bei den Zukunftsthemen Energiewende, kommunale Wärmewende, bei Abwägungen im Städtebau und bei Überlegungen zur wirtschaftlichen Ausrichtung empfinde ich es als Notwendigkeit, in den Austausch zwischen kommunaler Ebene und Bundespolitik zu gehen. Hier kann ich als Abgeordneter im Energie- und Wirtschaftsausschuss sowie im Ausschuss für Wohnen, Stadtentwicklung, Bauwesen und Kommunen Wissen aus dem Bundestag an die Basis tragen und dort auch diskutieren. Im Vieraugengespräch lässt sich so manche "Baustelle" offen ansprechen und Wege zur Lösung finden. Wenn ich aus den Stadtverwaltungen hinausgehe, verabschiede ich mich mit den Worten: "Bis demnächst zum nächsten Mal!" Den guten Kontakt untereinander möchte ich auch so beigehalten.

Architekturentwurf code unique Stadtkirche Grossroehrsdorf

Zweimaliger Preisträger - Architekturbüro "code unique"

Das Architekturbüro "code unique" gewann die Wettbewerbe für den Erweiterungsbau der Deutschen Bibliothek in Leipzig und den Neubau der Stadtkirche in Großröhrsdorf. Diese zwei herausragenden Projekte nahm ich zum Anlass, um das Team hinter den Entwürfen kennen zulernen. Das Gespräch mit den drei Geschäftsführern des Architekturbüros war von Anfang an wertschätzend: alle drei nahmen sich bewusst Zeit für den Austausch.

Code Unique spricht sich klar für den Erhalt von Architekturwettbewerben aus und sieht diese als wichtigen Bestandteil der Baukultur. Die Welterfahrung und Offenheit der Architekten spiegeln sich in ihrem besonderen Ansatz wider. Für mich ist das Büro daher ein echtes Juwel in der kreativen Szene der ostdeutschen Architektur.

"Architekturwettbewerbe zeigen verschiedene kreative Lösungen, mit einem bestimmten Projekt an einem bestimmten Standort umzugehen. Das ist nicht nur inspirierend, sondern weitet den Blick für die baulichen Möglichkeiten."

Lars Rohwer
Lars Rohwer Ausstellung Architekturwettbewerb Kirche Grossroehrsdorf
Logo Deutscher Bauernverband

Im Austausch mit dem Deutschen Bauernverband zu Lehren aus der Covid-19-Pandemie

Auch während der Wahlkreiswochen nehme ich bundespolitische Termine wahr. Diese Woche tauschte ich mich mit dem Deutschen Bauernverband zu den Herausforderungen während der Covid-19-Pandemie aus: die zentrale Schwierigkeit bestand für die Landwirtschaft darin, die Betriebe trotz der Einschränkungen verlässlich aufrechtzuerhalten. Das Ziel wurde insgesamt gut erreicht: Sowohl die Einhaltung von Fruchtfolgen als auch die Versorgung der Tiere konnten weitgehend sichergestellt werden.

Gleichzeitig steht für mich nicht die rückblickende Aufarbeitung der Pandemie im Vordergrund. Entscheidend ist vielmehr, Lehren für zukünftige Epidemien und Pandemien zu ziehen und die gemachten Erfahrungen sinnvoll zu nutzen. Aus diesem Grund setze ich mich als Mitglied der Corona-Enquete-Kommission im Bundestag für die Lehren aus den wirtschaftlichen Konsequenzen der Pandemie ein.

Fortschritt bei der Restaurierung des Erlwein-Schornsteins/Stadtentwässerung Dresden

Mit Gunda Röstel, kaufmännische Geschäftsführerin der Stadtwerke Dresden, hatte ich mich verabredet, um den von Hans Erlwein erbauten Schornstein auf dem Gelände der Stadtentwässerung zu besichtigen. Der Schornstein ist inzwischen fast vollständig restauriert, und ich habe ihn mir gemeinsam mit den angrenzenden Gebäuden im Ensemble angesehen.

Bereits in der letzten Legislaturperiode hatte ich mich dafür eingesetzt, dass die Restaurierung mit Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien gefördert wird. Anschließend durfte aber auch der wichtige fachliche Austausch zu den Themen Abwasser und Energieemissionen nicht fehlen.