Energiewende
Vor der Sommerpause haben wir auch unsere zwei aktuellen Anträge zu Energiewende und Energiespeichern noch einmal zur Debatte gestellt. Wir wollen sicherstellen, dass die Energiewende kosteneffizient und mit hoher Akzeptanz umgesetzt wird. Der Erfolg der Energiewende hängt entscheidend vom Ausbau erneuerbarer Energien und neuer Kraftwerke ab. Gleichzeitig wird dies - wie ich nicht müde werde zu betonen - nicht ohne massiven Ausbau von Energiespeichern funktionieren. Wir betonen deshalb die Notwendigkeit, Kosten zu sparen und die Netzkapazitäten effizient zu nutzen. Der Netzausbau und die Integration erneuerbarer Energien müssen besser koordiniert werden, Offshore-Windenergie-Kapazitäten dürfen nicht ungenutzt bleiben, nur weil der Energieabtransport nicht sichergestellt ist. Das gilt auch für zu hauf geförderte (Balkon-)PV-Anlagen, die unkoordiniert eine Menge Strom produzieren. Damit keine Missverständnisse aufkommen: Ich bin für den Ausbau der Erneuerbaren Energien. Aber gerade wird sichtbar, dass wir mit der bestehenden Infrastruktur an die Grenze kommen. Windenergie- und Solaranlagen speisen Ökostrom tageszeit- und witterungsbedingt nicht ständig und gleichmäßig ein und übersteigen deshalb zeitweise die Nachfrage. Das Stromnetz ist hart am Limit, wenn nicht bereits knapp darüber. Beim weiteren Ausbau muss es also jetzt vorrangig um die Speicherkapazitäten gehen!
Wir fordern die Bundesregierung auf, Maßnahmen zu ergreifen, um die Strompreise zu stabilisieren. Wir fordern sie auf, die Energiespeicher auszubauen und schlagen dafür 15 konkrete Punkte vor. Dass die Branche sich über die erneute Ablehnung durch die Koalition wundert und ärgert, wundert mich wiederum nicht.