Einigung beim Wehrdienst
Der moderne Wehrdienst für Deutschland kommt! Ab dem Jahr 2026 werden Männer und Frauen von der Bundeswehr zur Erhebung von persönlichen Daten kontaktiert, zunächst sind nur Männer zur Antwort und zur Musterung verpflichtet, beginnend mit dem Jahrgang 2008.
Zudem wird es einen verbindlichen Aufwuchspfad der Bundeswehr geben, über den das das Bundesverteidigungsministerium halbjährig an den Deutschen Bundestag berichtet. Die Frage, wo wir beim notwendigen personellen Aufwuchs der Bundeswehr stehen, wird also im Parlament, in der Mitte unserer Gesellschaft, verhandelt werden.
Sollte es mit der Freiwilligkeit nicht ausreichen, die personellen Ziele zu erfüllen, braucht es eine Verpflichtung, die dann mittels Gesetz durch eine Bedarfswehrpflicht erreicht wird. Übersteigt die Zahl der Wehrpflichtigen eines Jahrgangs den Bedarf, kann nach Anwendung der Wehrdienstausnahmen und aller anderen Maßnahmen als ultima ratio ein Zufallsverfahren zur Auswahl angewendet werden.
Außerdem machen wir den freiwilligen Wehrdienst deutlich attraktiver: Wer freiwillig dient, erhält rund 2.600 Euro brutto monatlich. Ab einer Verpflichtungszeit von einem Jahr werden Zuschüsse für PKW oder LKW-Führerscheine gezahlt.
All das wird dazu führen, dass die Bundeswehr in unser aller Leben wieder eine größere und positivere Rolle haben wird. Das ist angesichts der aktuellen geopolitischen Lage die einzig richtige Maßnahme für den Schutz unserer Freiheit und Demokratie.
Ich hätte mir durchaus auch ein stärkeres Signal in Richtung verpflichtendes Gesellschaftsjahr vorstellen können, wichtig ist aber, dass es nun eine Einigung gibt. Wir setzen in diesen Zeiten als Koalition ein klares Signal nach innen und außen: Wir wollen, dass Deutschland sich verteidigen kann, damit es sich nicht verteidigen muss.