Wochenrueckblick 1 26

16.01.2026 - Positive Wirtschaftsdaten und mein Blick auf die Weltlage

Mein Blick auf die Weltlage

Mit der ersten Sitzungswoche begann die parlamentarische Arbeit für dieses Jahr, nationale Politik gerät angesichts der sich überschlagenden globalen Ereignisse ein Stück in den Hintergrund. Über die Situation im Iran dringt nur wenig zu uns durch, aber die Informationen, die trotz des Informationsembargos des Regimes zu uns gelangen, sind erschütternd. Auch die Entwicklungen in Venezuela finden schon wieder weniger Aufmerksamkeit, auch da die US-Administration mit Grönland bereits das nächste Thema setzt. Bei unseren europäischen Partnern in Frankreich gerät die politische Mitte und somit die Handlungsfähigkeit des Landes zunehmend unter Druck durch die extremen politischen Kräfte - auch nach mehrmaligen Regierungsneuaufstellungen gelingt es bisher nicht, einen Haushalt für 2026 zu beschließen.

Einen Lichtblick stellt der Besuch des Bundeskanzlers in Indien dar. Hier zeigen wir als Koalition das wir verstanden haben, dass wir in dieser turbulenten Weltlage als Europäer neue Partner für Handel und internationale Zusammenarbeit brauchen. Eine exportorientierte Wirtschaft profitiert von guten Verbindungen in andere Staaten, so begleiteten 25 CEOs bedeutender Unternehmen den Bundeskanzler. Die von der AfD vorgetragene Kritik an der Reise ist daher unverständlich, denn insbesondere in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten ist eine kluge Handelspolitik für eine exportorientierte Wirtschaft unverzichtbar.

Positive Vorzeichen für die Wirtschaft

Auch darüber hinaus kann festgehalten werden, dass die Zusammenarbeit zwischen CDU, CSU und SPD gut funktioniert und deutlich produktiver ist als von außen oft wahrgenommen. Die ersten Früchte unserer Arbeit deuten sich an. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im letzten Jahr in Deutschland wieder gewachsen, wenn auch "nur" um 0,2 Prozent - ein Silberstreif am Horizont für die Wirtschaft. Denn 2023 und 2024, zwei aufeinanderfolgende Jahre, ging das BIP zurück, bisher einmalig in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. Die bisher verhaltene Trendwende ist zunächst ein gutes Zeichen. Wir wollen nun in der Politik weiter hart daran arbeiten, den Trend zum Positiven zu verstetigen.

Informationsabend der Caritas zum Thema Suizidprävention

Ein Herzensthema, für das ich mich schon seit Jahren aktiv im Bundestag einsetze, ist die Suizidprävention. Auch diese Woche standen für mich als Sprecher des Parlamentskreises Suizidprävention wieder einige Termine an, um auf dieses wichtige Thema aufmerksam zu machen und die Umsetzung eines effektiven Suizidpräventionsgesetzes politisch voranzutreiben. In den vergangenen Jahren hat die Gesamtzahl der Suizide wieder zugenommen - vergleichbar mit einer Kugel auf einer schiefen Eben, die immer schneller rollt.

Ich bin fest davon überzeugt, dass jedes einzelne Menschenleben ein Geschenk ist. Deshalb müssen wir Suizidprävention strukturell stärken, etwa durch eine zentrale Rufnummer und einem verbesserten Krisendienst. Wir müssen einheitliche Standards schaffen, mit der Suizidologie, d.h. der Wissenschaft, eng zusammenarbeiten und endlich Suizide und versuchte Suizide in Datenbanken erfassen können. Niedrigschwellige Hilfsangebote wie [U25] der Caritas richten sich außerdem explizit an junge Suizidgefährdete, um mit Ihnen einen Weg zu finden, die eigene Lebensgeschichte fortzuschreiben. Dabei brauchen solche Projekte und Initiativen politische Unterstützung aber auch Bundesmittel zur dauerhaften Finanzierung.

Diese Woche richtete [U25] einen Parlamentarischer Abend zur Suizidprävention aus, an dem ich gerne teilgenommen habe, um den aktuellen Zustand und die Herausforderungen bei der Suizidprävention zu diskutieren. Auch traf ich mich mit der Präsidentin der Caritas, Frau Welskopp-Deffaa. Bei der Gelegenheit besprachen wir verschiedene Themen rund um Suizidprävention, Assistierten Suizid und weitere Anforderungen an einen verlässlichen Sozialstaat aller Generationen. Es erfüllt mich mit großer Freude zu sehen, mit welchem Elan sich Menschen aus verschiedensten Bereichen für die Umsetzung eines effektiven Suizidpräventionsgesetzes einsetzen!