Mein Blick auf die Weltlage
Mit der ersten Sitzungswoche begann die parlamentarische Arbeit für dieses Jahr, nationale Politik gerät angesichts der sich überschlagenden globalen Ereignisse ein Stück in den Hintergrund. Über die Situation im Iran dringt nur wenig zu uns durch, aber die Informationen, die trotz des Informationsembargos des Regimes zu uns gelangen, sind erschütternd. Auch die Entwicklungen in Venezuela finden schon wieder weniger Aufmerksamkeit, auch da die US-Administration mit Grönland bereits das nächste Thema setzt. Bei unseren europäischen Partnern in Frankreich gerät die politische Mitte und somit die Handlungsfähigkeit des Landes zunehmend unter Druck durch die extremen politischen Kräfte - auch nach mehrmaligen Regierungsneuaufstellungen gelingt es bisher nicht, einen Haushalt für 2026 zu beschließen.
Einen Lichtblick stellt der Besuch des Bundeskanzlers in Indien dar. Hier zeigen wir als Koalition das wir verstanden haben, dass wir in dieser turbulenten Weltlage als Europäer neue Partner für Handel und internationale Zusammenarbeit brauchen. Eine exportorientierte Wirtschaft profitiert von guten Verbindungen in andere Staaten, so begleiteten 25 CEOs bedeutender Unternehmen den Bundeskanzler. Die von der AfD vorgetragene Kritik an der Reise ist daher unverständlich, denn insbesondere in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten ist eine kluge Handelspolitik für eine exportorientierte Wirtschaft unverzichtbar.